WENN ALLES ZU VIEL WIRD ... WIE DU DEINE INNERE STRESSREAKTION BERUHIGST - SANFT, VERKÖRPERT, SELBSTWIRKSAM
Vom Stressmodus in die Selbstverbindung - ein neuer Umgang für hochsensible Scannerfrauen
Vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Dinge, die für andere "ganz normal" scheinen, bringen dein Nervensystem innerhalb von wenigen Sekunden in Alarmbereitschaft. Ein Geräusch zu viel. Eine Erwartung zu viel. Ein Gedanke zu viel. Ein Gespräch in dem das Gleiche von einer Person in drei verschiedenen Varianten erklärt wird, bringt deinen Geduldsfaden fasst zum reißen ... du reagierst ungewohnt unhöflich, gereizt?
Es verwundert nicht wirklich - denn hochsensible, vielseitige Frauen reagieren intensiver und vielschichtiger auf ihre Umgebung. Was von außen aussieht wie "empfindlich" oder "schnell gestresst" ist in Wahrheit eine neurobiologische Begabung: dein System nimmt mehr wahr, tiefer, schneller und differenzierter.
Doch genau das macht den Umgang mit Stress für viele hochsensible Scannerfrauen so herausfordernd: Die Welt ist laut - und dein Innenleben ist noch lauter.
Heute möchte ich dir erklären, warum das so ist und wie du sanft (und sehr effektiv) gegensteuern kannst.
Warum Stress bei Hochsensiblen so stark wirkt
Die Stressreaktion ist nichts, was wir uns antrainiert haben - sie ist Teil unserer "Werkseinstellung". Ein uraltes Alarmsystem, dass blitzschnell in Aktion bringen soll: fight - flight - oder freeze.
Damals, als die Stressoren klar und eindeutig waren (der Säbelzahntiger, ein drohender Sturm) war das überlebenswichtig. Und vor allem: nach der Stressreaktion kam die Erholung. Gemeinsam am Feuer sitzen, im Schutz eines Raumes, mit Zeit zu spüren.
Heute ist das anders!
Unsere Stressoren sind:
- kleinteilig
- permanent
- sozial-komplex
- digital beschleunigt
- emotional vielschichtig
Es gibt kein "nach 20min ist Ruhe". Unser System bleibt an, selbst wenn wir längst erschöpft sind.
Für hochsensible Scannerfrauen kommt noch dazu:
- Du nimmst Außenreize stärker wahr
- Du denkst und fühlst schneller
- Du verarbeitest tiefer
- Du willst es richtig machen.
- Du spürst Disharmonien sofort.
- Und du funktionierst oft weiter, obwohl dein Körper längst "STOP" ruft
Zumal in letzterem Glaubenssätze *kicken*, wie: stark sein, bloß keine Schwäche zeigen - sonst steckst du wieder in der Schublade "Mimose", "zu empfindlich", "Spaßbremse".
Dieses dauerhaft auf Hochtouren laufen wurde mir erst kürzlich mit den Worten beschrieben: "Ich bin gleichzeitig überreizt und übermüdet - irgendwie wie hell-wach und hundemüde."
warum du stress nicht einfach wegmeditieren kannst
Einfach "weg-meditieren" funktioniert nicht.
Weil Stress kein Denk-Thema ist.
Es ist ein Körper-Thema.
Ein Stimm-Thema.
Ein Nervensystem-Thema.
Deshalb funktioniert der Weg heraus auch nicht über Leistung, Willenskraft oder mentale Tricks - sondern über Selbstregulation.
Das Gegenprogramm in dir: "Voicensory - connected calmness"
Neben dem Stresssystem besitzt jeder Mensch ein zweites inneres Programm:
Nicht kämpfen - nicht fliehen - sondern wahrnehmen, selbst-verbunden beruhigen.
Für hochsensible Scannerfrauen ist dieses System besonders wichtig und wertvoll, denn es schenkt:
- Zentrierung
- Selbstkontakt
- Sicherheit
- Klarheit
- Weite / Offenheit
- Ent-Spannung
Und die wunderbare Wahrheit ist:
Du kannst diese "Programm" in dir trainieren.
Wie einen Muskel. Wie ein Ritual. Wie ein innerer Ort.
Hier sind die drei zentralen Wege:
1. Voicensory
✨Wahrnehmen, was ist - wie bin ich gerade da?
Wo in meinem Körper nehme ich das, was ist am stärksten wahr?
Oder wenn du dazu noch keinen Zugang hast, frage dich: Wo in meinem Körper nehme ich gerade am stärksten wahr; wo gerade vielleicht gar nichts?
Bewerte dich und deine Wahrnehmung nicht! Nimm sie erst einmal nur an - es ist ok, so wie es gerade ist.
Du kannst dir als Unterstützung und um dem, was gerade ist Ausdruck zu verleihen, ein Stück Papier nehmen und frei, intuitiv deine Farbstifte sprechen lassen. Es geht nicht um 'Schön-malen'!
2. Calming - zur Ruhe finden
Das Ziel hier ist, deinen Körper aus dem Alarmmodus zu holen.
Diese kleinen Impulse können sofort wirken:
✨Langes Ausatmen
Dein Atem ist dein natürlich vorhandenes Regulativ, wenn du es BEwusst einsetzt. Längeres Ausatmen als Einatmen beruhigt dein Nervensystem in sehr kurzer Zeit. Es signalisiert deinem Körper "everything is fine".
So geht's: Zähle bis sechs und atme währenddessen aus. Zähle bis vier und in dieser Zeit atme ein. Wiederhole das mehrfach ruhig hintereinander. Ist der "sechs" Zähler zu lang, verkürze Aus- & Einatmen um je zwei.
Vielleicht kannst du auch schon die Atempause zwischen deinen jeweiligen Atemzügen wahrnehmen?
✨Temperaturwechsel
Kühles Wasser im Gesicht, über die Arme, frische Luft, kalte Hände an warmen Wangen.
✨Mini-Pause
Nicht viel tun - nur stoppen, innehalten, spüren, DA-Sein.
Diese Techniken können deshalb so gut funktionieren, weil sie "unterhalb der Gedanken" im Körper ansetzen. Du musst nicht "positiv denken". Du musst nur ausatmen.
3. Connecting - in Verbindung gehen
Besonders für sensible Menschen ist Verbindung wie Medizin.
Sie bringt Ordnung, Orientierung und Wärme.
Es gibt drei Formen:
-wähle für dich, was dir gerade gut tut-
🌿Mit dir selbst
Eine Hand aufs Herz.
Ein Summton.
Ein kurzer Blick nach innen.
Umarme dich selbst.
Der Körper erinnert sich: Ich bin da.
🤝Mit anderen
Eine Umarmung.
Eine Nachricht.
Ein kurzer telefonischer "Ich wollte nur deine Stimme hören"-Moment.
Wir sind soziale Wesen - Co-Regulation ist real.
🌳Mit der Natur
Der Himmel.
Ein Blatt.
Der Wind.
Farbverläufe.
Natur bringt das Nervensystem zurück in einen ursprünglichen Rhythmus.
warum du üben solltest - bevor du es brauchst
Das Stresssystem braucht keine Übung - es reagiert automatisch.
Das Beruhigungssystem in uns jedoch schon.
Je öfter du es in ruhigen Zeiten aktivierst, desto schneller steht es dir zur Verfügung, wenn es wirklich turbulent wird.
Einer meiner Leitsätze ist:
"Regulation ist ein Ritual / Übung, kein Notfallkoffer."
Wenn du diese Fähigkeit kultivierst, kann sich etwas Grundlegendes verändern:
Du gehst durch die Welt. Weicher. Klarer. Freier. SelbstBEwusster.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest ...
In meinen SOMAphonic©- und EmbodiVoicement©-Räumen lernst du genau das:
- deinen Körper als Seismograph und sicheren Ort erleben
- deine Stimme als regulierenden Anker nutzen
- Stress in Kreativität und Regulierung verwandeln
- deine Sensibilität und Vielfalt als Stärke und Geschenk erleben und entfalten
Wenn du magst, begleite ich dich gern auf dieser Reise.
Für mehr Ruhe, Wertschätzung, Selbstverbindung - und ein Leben, das sich nach dir anfühlt.
